Weiterbildung SOA Certified Professional

Da bei der Entwicklung von verteilten IT-Systemen serviceorientierte Architekturen zunehmend an Bedeutung gewinnen, habe ich mich umgesehen und basierend auf der erstklassigen Literatur von Thomas Erl die Zertifizierung zum SOA Certified Professional entdeckt.

erste Prüfung geschafft

Am 6. Oktober habe ich erfolgreich mit 100% richtigen Fragen das erste Modul „Fundamental SOA & Service-Oriented Computing“ im Prometric Testcenter der AddOn Systemhaus GmbH in Köln bestanden. Das jeweilige Testergebnis erhält man direkt im Anschluss an die computergestützte Prüfung mit Multiple-Choice-Fragen. Es wird sodann von Prometric zu Arcitura übertragen und man kann dieses in seinem Account einsehen.

Alle Module findet man auf der Webseite der in den USA ansässigen Firma Arcitura. Das Modul 1 ist dabei für alle Zertifizierungsstufen zwingend zu bestehen. Aktuell bin ich in meiner Freizeit dabei das Modul 3 „SOA Design & Architecture“ studieren und mich auf die nächste Zertifizierungsprüfung vorzubereiten. Mit zwei bestandenen Modulen hat man den Rang eines SOA Certified Professionals. Mir fehlen dann noch drei Module, um die Zertifizierung als Certified SOA Architect zu erreichen. Ich bin gespannt, wie ich das zeitlich hinbekomme…

Wofür ein Self-Study Guide?

Im Lieferumfang des Materials für das Selbststudium, welches wie Pflichtlektüre „SOA Principles of Service Design“ von Thomas Erl komplett auf Englisch ist, ist ein sog. „Self-Study Guide“. Dieser enthält wichtige Informationen, die man sich vor dem Lernen auf die erste SOA-Prüfung umbedingt anschauen sollte. Sonst liest man die Pflichtlektüre von Anfang bis Ende durch und merkt später, dass man nur ganz bestimmte Kapitel für das Verständnis und Hintergrundwissen für das Modul 1 benötigt. Außerdem gibt es dort auch beispielhafte Prüfungsfragen mit Lösungshinweisen.

In sog. Drill-Downs werden die einzelnen Kapitel des „Course Booklets“, dem eigentlichen Selbststudiumsband, mit den Lernfragen vorgestellt. Dazu gibt es immer eine Tabelle mit Referenzen auf die Pflichtlektüre „SOA Principles of Service Design“, sodass man die einzelnen Themenbereiche super einfach vertiefen kann. Dies ist gerade als Anfänger wichtig, um schnell die Zusammenhänge zwischen den Themen und Details zu erfahren.

Inhalt des Modul 1

Das Modul beginnt bei den „Strategic Goals and Benefits“ einer SOA und zeigt den Unterschied zwischen strategischen und taktischen Zielen. Die einzelnen Ziele wie erhöhte intrinsische Interoperabilität und Unabhängigkeit von Softwareanbietern werden detailliert erklärt.

Im nächsten Bereich „Understanding SOA“ wird der Begriff serviceorientierte Architektur, das Paradigma Serviceorientierung und die 4 Charakteristika (vendor-neutral, business-driven, enterprise centric und composition centric) beleuchtet. Hier werden auch die einzelnen Bestandteile einer SOA wie Services, Kompositionen und Inventar definiert.

Im nächsten Abschnitt „Understanding Service-Orientation“ wird das Paradigma Service-Orientierung beschrieben, welches mit den 8 Design-Prinzipien den Rahmen für die SOA-Methodik von Thomas Erl bildet.

Weiter geht es mit „Fundamental Terminology and Concepts“, wo der Unterschied zwischen agnostischen und nicht-agnostischen Services definiert, die Bestandteile eines Service-Vertrags (Contract) und die verschiedenen Service-Modelle (Task Service, Enity Service, Utility Service und Orchetrated Task Service) erklärt werden. Auch im Bereich des Service-Inventars werden die Unterschiede zwischen unternehmensweiten und domänenspezifischen Inventar erklärt.

Im nächsten Kapitel „Service Delivery Lifecycle“ werden die Strategien zum Aufbau einer SOA (insbes. des Inventars) skizziert und die Prozesse „Analyse des Service-Inventars“, „serviceorientierte Analyse“ und „Service Modellierung“ dargestellt. Die Wichtigkeit von Governance und Vermeidung von Datentransformation wird hervorgehoben.

Im vorletzten Lernabschnitt „Adoption Impacts and Requirements“ wird der Weg vom Industry-Standard bis zum individuellen Design-Standard gezeigt und die Chancen bzw. Probleme bei der Einführung einer SOA skizziert. Es wird auf die Performanceermittlung und Steigerung beim XML-Processing eingegangen. Bzgl. Performance wird auf die besonderen Bedürfnisse von agnostischen Services und Service-Kompositionen eingegangen. Weiterhin wird der Weg einer Migration hin zu Service-Orientierung dargestellt.

Das letzte Kapitel „Introduction to Modern Technologies and Platforms related to Service-Oriented Computing“ beschäftigt sich mit den verwendeten Technologien wie XML, XSD, die Grundlagen für Services (Komponente, SOAP-basierter Webservcie, REST Service) und weitere Technologien (wie 4. WS-*, UDDI, SOAP, WSDL).

SOA Weblog

Meine Mitschrift habe ich in englischer Fassung auf einem neuen Weblog speziell zu SOA veröffentlicht. Diese wird beständig erweitert und in Zukunft um weitere Lernmodule ergänzt.

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