Welche Prozessnotation ist die beliebteste?

Gerade in der Zeit von automatisierten Prozessen fragen sich viele welche Prozessnotation die beste ist. In diesem Artikel trage ich ein paar Zahlen zusammen, um dem Leser Hilfestellung bei der Beantwortung dieser Frage zu geben.

 

 

Vergleich von BPMN mit anderen Prozessnotation

Praxishandbuch BPMN 2.0

Praxishandbuch BPMN 2.0

Im oben verlinkten Buch von Freund, Jakob; Rücker, Bernd wird in Kapitel 2.12 (Vergleich mit anderen Notationen) BPMN mit den anderen Notationsformen eEPK, UML und ibo-Folgeplan im Bezug auf Vorteile bei der Modellierung verglichen. Ein anderer Ansatz ist zu schauen, welche Modellierungsnotationen am meisten verwendet werden. Getreu dem Motto: „Was viele verwenden ist auch nicht schlecht“.

 

Studie zur Verwendung von Modellierungssprachen

Bereits eine Studie aus dem Jahr 2009 belegte anschaulich, welche Bedeutung Business Process Model and Notation (BPMN) als Modellierungssprache in Unternehmen hatte. Befragt wurden 163 Unternehmen u.a. über die eingesetzte Prozessnotation [vgl. Fre12009]. 30 Prozent gaben an, dass sie BPMN zur Modellierung ihrer Geschäftsprozesse verwenden. Somit liegt BPMN gleichauf mit dem bisherigen Platzhirsch Ereignisgesteuerte Prozesskette (EPK).

In Anlehnung an [Sape2010] habe ich mangels aktueller Studie im Jahr 2012 einen aktuellen Vergleich der Anzahl an Suchtreffer von BPMN und EPK bei den 2 wichtigsten Suchmaschinen BING und Google durchgeführt (Abfragestand 05.07.2012).

 

BPMN (Suche nach „business process modeling notation”) EPK (Suche nach „Ereignisgesteuerte Prozesskette“)
BING 2.310.000 13.200
Google 4.390.000 15.200
Tabelle 1 – Vergleich der Suchtreffer bei BPMN und EPK vom 05.07.2012

Man sieht, dass BPMN weiter auf dem Vormarsch ist. Was liegt daher näher als einmal zu untersuchen, ob sich BPMN auch in einem Vorgehensmodell zur Softwareentwicklung wie dem aktuellen V-Modell XT praktisch als Modellierungsnotation einsetzen lässt. In dieser Arbeit betrachte ich daher die Modellierung wichtiger Prozesse aus dem V-Modell XT mit BPMN.

 

Quellen

Fre12009 Freund, Jakob: BPM-Software 2009. Stand: 2009. http://www.bpm-guide.de/2009/12/19/bpm-software-2009/#more-367 (zuletzt aufgerufen am 05.07.2012)
FrRü2010 Freund, Jakob; Rücker, Bernd: Praxishandbuch BPMN 2.0 (2. Auflage). Hanser Verlag, München, 2010
Sape2010 SAPERION AG: Wettkampf der Modellierungsmethoden: schon BPMN 1.1 mit Vorteilen gegenüber ARIS EPK. Stand 2010. http://www.saperionblog.com/lang/de/wettkampf-der-modellierungsmethoden-schon-bpmn-1-1-mit-vorteilen-gegenuber-epks/805/ (zuletzt aufgerufen am 05.07.2012)

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