Projektdurchführungstrategie als strategisches Prozessmodell in BPMN

In diesem Artikel möchte ich zeigen, wei man die Projektdurchführungstrategie als strategisches Prozessmodell in BPMN modellieren kann. Dies hilft gewissen Prozesse im V-Modell XT über eine Processengine automatisierbar zu machen.

Überblick

In einem V-Modell XT-Projekt wird je nach Tailoring eine Vielzahl von Vorgehensbausteinen verwendet [vgl. ScPo2011, „Modellierung von IT-Projekten“ Folie 3]. Die Projektdurchführungsstrategie hat dabei die Aufgabe, die Reihenfolge festzulegen, in der die Vorgehensbausteine durchlaufen werden können [vgl. FHKS2009, S. 14]. Zum Erreichen eines Entscheidungspunkt ist die Fertigstellung bestimmter Produkte erforderlich [vgl. Bak12011, Folie 35].

Teil 1 Projektdurchführungsstrategie eines AN-Projekts mit Entwicklung, Weiterentwicklung oder Migration

Teil 1 Projektdurchführungsstrategie eines AN-Projekts mit Entwicklung, Weiterentwicklung oder Migration [vgl. Wei52012]

 
Teil 2 Projektdurchführungsstrategie eines AN-Projekts mit Entwicklung, Weiterentwicklung oder Migration

Teil 2 Projektdurchführungsstrategie eines AN-Projekts mit Entwicklung, Weiterentwicklung oder Migration [1] [vgl. Wei52012]

 

Prozessmodellierung

Projektdurchführungsstrategie bei AN-Projekt mit inkrementeller Systementwicklung

Projektdurchführungsstrategie bei AN-Projekt mit inkrementeller Systementwicklung

 

Prozessbeschreibung

Im obigen Prozessmodell wurde nach entsprechendem Tailoring die Projektdurchführungsstrategie eines AN-Projekts mit Entwicklung, Weiterentwicklung oder Migration [vgl. Wei52012] mit inkrementeller Softwareentwicklungsstrategie modelliert.

Das 1. XOR-Gateway nach „Systemelement realisieren“ dient dazu, dass die Entwickler in einer Schleife nacheinander die in der Iteration geforderten Systemelemente realisieren können.

Im 2. XOR-Gateway muss der AN entscheiden, ob das Inkrement der Software den Anforderungen des AG genügt. Werden innerhalb des hierzu durchgeführten Systemtests Fehler festgestellt, muss nachgebessert werden (System entwerfen).

Im 3. XOR-Gateway gibt es 4 Möglichkeiten. Der Happy-Day-Fall ist, dass alle Inkremente ohne Beanstandungen abgeliefert worden sind, womit das Projekt abgeschlossen wird. Wenn noch ein Inkrement erforderlich ist, wird eine neue Iteration geplant. Gibt es jedoch Probleme kann zu einem entsprechenden Entscheidungspunkt zurückgewechselt werden (z.B. Projekt beauftragen) um die Probleme zu beseitigen. Ist keine der Varianten möglich springt das Default Gateway ein und das Projekt wird abgebrochen [vgl. Wei62012].

 

Quellen

ScPo2011 Schübeler, Dirk; Posch, Barbara: Workshop „Fachkonzepte leicht gemacht“, 2011
FHKS2009 Friedrich, Jan; Hammerschall, Ulrike; Kuhrmann, Marco; Sihling, Marc: Das V-Modell XT (1. Auflage). Springer Verlag, Berlin, 2009.
Bak12011 BAköV: Das V-Modell XT im Überblick, 2011
Wei52012 WEIT e.V.: AN-Projekt mit Entwicklung, Weiterentwicklung oder Migration. Stand: 2012. http://ftp.tu-clausthal.de/pub/institute/informatik/v-modell-xt/Releases/1.4/Dokumentation/V-Modell%20XT%20HTML/c3cdfb31207000.html#toc108 (zuletzt aufgerufen am 04.07.2012)
Wei62012 WEIT e.V.: Entscheidungspunkt „Abnahme erfolgt“. Stand: 2012. http://ftp.tu-clausthal.de/pub/institute/informatik/v-modell-xt/Releases/1.4/Dokumentation/V-Modell%20XT%20HTML/6a0ffb30cf8001.html#toc188 (zuletzt aufgerufen am 04.07.2012)

[1] 1..* bedeutet hier, dass der Entscheidungspunkt mindestens einmal durchlaufen werden muss [vgl. Bak12011, Folie 39]

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