Risikomanagement im V-Modell XT – Teil 5

In diesem Artikel wird das Vorgehen bei der Überwachung von Risiken beschrieben. Dieser Prozess dauert so lange wie das entsprechende Projekt und erfordert eine kontinuierliche Prüfung aller Risiken.
 

 
Zur Überwachung der Risiken sind die erfassten Indikatoren maßgebend. Wie bereits erwähnt ist für eine aktive Risikoüberwachung der Risikomanager verantwortlich. Um seiner Tätigkeit einen Rahmen zu geben, werden regelmäßige Meetings dafür verwendet. Hier ist es seine Aufgabe, entsprechende Informationen über den Projektverlauf, Verzögerungen oder Probleme einzuholen. Auf Basis dieser Informationen sind potentielle Risikoindikatoren zu erkennen (z.B. Verzögerungen bei der Fertigstellung von Aufgabenpaketen). Daraus wird wöchentlich eine aktuelle Risikomatrix mit Tendenzen erstellt. So treten einige Risiken nur in bestimmten Projektphasen auf oder verschärfen sich im Projektverlauf (z.B. steigende Anzahl an Dokumenten lässt die Gefahr der Unübersichtlichkeit steigen). Eine beispielhafte Darstellung ist folgendem Bild zu entnehmen:

 

Risikoüberwachung - Überwachung von Risiken mit der Risikomatrix

Überwachung von Risiken mit der Risikomatrix

 

Ergreifen und Validieren von Maßnahmen

Wird ein Risiko erkannt – egal ob vom Risikomanager oder von einem Teammitglied-, wird dies sofort kommuniziert. Dann müssen entsprechende Gegenmaßnahmen, soweit diese bekannt sind, angewendet werden. Solch ein Risiko befindet sich ab diesem Zeitpunkt im besonderen Fokus des Teams, die Wirksamkeit der Maßnahmen wird zeitnah validiert und der aktuelle Bearbeitungsstand wird kommuniziert.

Überwachung des Risikofeldes

Neben der Fokussierung der initial erfassten Risiken soll von jedem Teammitglied das Auftreten neuer Risiken sofort angesprochen werden. Erster Ansprechpartner ist hierfür der Risikomanager, da er den Überblick über alle dokumentierten und gemeldeten Risiken hat. Ein neues Risiko kann dann entsprechend klassifiziert und analysiert werden, um im weiteren Projektverlauf damit umgehen zu können. Die aktuelle Risikoliste und -matrix wird allen Teammitgliedern kommuniziert.

Quelle: Projekt des Autors mit Stefan Kleih, Michael Ruhnau, Matthias Köhler, Kim Jansen

2 Gedanken zu “Risikomanagement im V-Modell XT – Teil 5

  1. Schöner Artikel. Sehr interessant, werden die Vorherigen Artikel auch lesen.
    Risikomanagement muss im Unternehmen groß geschrieben werden. Viele Unternehmen ahnen jedoch noch nicht, welche Gefahren lauern.
    Doch das Bewusstsein für IT-Gefahren in Unternehmen hat in den letzten Jahren stark zugenommen. In erster Linie liegt das daran, dass private und berufliche Elemente sich zunehmend vermischen – an vielen Stellen ist das gewollt, aber das schafft natürlich auch erhebliche Risiken. [Quelle: http://www.finance-magazin.de/risiko-it/risikomanagement/gutes-it-risikomanagement-ist-eine-herkulesaufgabe/ ]
    Hier muss die Spitze des Unternehmens den Ton angeben und den Mitarbeitern klar machen, welche Bedeutung das Risikomanagement insbesondere in der IT hat. Risikomanagement muss in die Unternehmenskultur einfließen und gelebt werden.

    Gruß,
    W.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


*