Viren, Würmer und Trojaner – Unterschied und Prävention

In diesem Artikel zeige ich, wie sich die drei Hauptvertreter von Malware (Würmer, Viren und Trojaner) unterscheiden lassen und welche Vorkehrungsmaßnahmen gegen diese getroffen werden können, um sich nicht zu infizieren (Prävention).
 

 

Die Unterscheidung von Würmer, Viren und Trojanern

Malware kann nach Programmart, Codeausführung, Verbreitung und Verbreitungsmechanismus unterschieden werden:

Trojaner Würmer Viren
Programmart Zusatzfunktion in einem „normalem“ Programm, bei dem die Sollfunktionalität nicht mit der Istfunktionalität übereinstimmt eigenständiges Programm kein eigenständiges Programm, da es ein Wirtsprogramm benötigt um zu funktionieren
Codeausführung jedes Mal, wenn das Programm gestartet wird passiver Befall, da kein e Aktion des Nutzers erforderlich ist jedes Mal wenn das Wirtsprogramm gestartet wird
Verbreitung Keine automatische Verbreitung Semi-automatische Verbreitung
Verbreitungsmechanismus Keiner selbstständige Verbreitung durch Replikation über das Netzwerk selbstständige Verbreitung durch Infektion weiterer Dateien oder Programmen

 Wie schütze ich mich gegen Würmer, Viren und Trojaner

Um sich gegen Trojaner zu schützen, sollte man Passwörter nicht auf der Festplatte oder wenn dann nur mit sicherer Verschlüsselung abspeichern. Man sollte weiterhin nur Software verwenden, deren digitalen Fingerabdruck (Hash-Wert, z.B. MD5, SHA-1) man erfolgreich mit der Signatur des Herstellers verglichen hat. Zudem sollte man die Rechte auf Dateien, Programme und Dienste beschränken (Prinzip der minimalen Rechte).

Bei Würmern hilft es, das System technisch über Updates auf dem neuesten Stand zu halten. Weiterhin muss der Zugriff auf Programme, Daten und Dienste beschränken (Prinzip der minimalen Rechte). Insbesondere ist es sehr effektiv, wenn man im E-Mail-Client den Zugriff auf bestimmte Dateitypen (insbes. EXE- oder VBS-Dateien) unterbindet.

Bei Viren gibt es eine Vielzahl von Gegenmaßnahmen:

  • digitaler Fingerabdruck der Originaldatei prüfen
  • Dateien und Programme impfen
  • Dateien und Programme verschlüsseln
  • nicht veränderbare Medien verwenden
  • Prinzip der minimalen Rechte
  • Ausführung von Makros verbieten

Als wirksamste Gegenmaßnahme bei allen sollte jedoch der Umstieg auf Linux genannt werden. Dieser verhindert aufgrund seiner Systemarchitektur und dem Rechte- und Rollenkonzept die Gefahr der Infektion mit Malware erheblich.

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