Mindeststandards für Dokumente nach V-Modell XT

Im ein einheitliches Qualitätsniveau bei Produkten, die in einem Projekt nach V-Modell XTV erstellt werden, zu garantieren beschreibe ich in diesem Artikel einen Mindeststandard. Diesen muss ein Produkt, welches auf Basis einer Produktvorlage erstellt worden ist, einhalten.

 

Deckblatt

Das Dokument im V-Modell XT sollte ein Deckblatt haben, welches die folgenden Mindestangaben enthält:

  • Projekt
  • Teilprojekt
  • Thema
  • Version (aktuell)
  • Status (aktuell)
  • Seitenzahlen (aktuell)
  • erstellt am
  • erstellt von
  • geprüft am (sofern eine Prüfung stattgefunden hat)
  • geprüft von (sofern eine Prüfung stattgefunden hat)
  • freigegeben am (sofern eine Freigabe stattgefunden hat)
  • freigegeben von (sofern eine Freigabe stattgefunden hat)
  • Ablageort (in welchem Repository liegt das Dokument)

Zweck des Dokuments

Dieser Teil enthält eine Kurzzusammenfassung, die einem Leser schnell einen Überblick über den Inhalt des Dokuments und seinen Zweck gibt (Management-Summary).

Versionsübersicht

Hier sollen keine Änderungen im Dokument dokumentiert werden. Diese gehören in das Änderungsverzeichnis. Aus Gründen der Praktikabilität kann auf diesen Bestandteil verzichtet werden.

Versionierung

Die Versionsführung für Dokumente erfolgt in Anlehnung an das Produktzustandsmodell. Versionsführung und -nummerierung folgen den nachstehend aufgeführten Regeln:

 

  • Die Versionsnummer besteht aus mindestens zwei Stellen, die durch einen Punkt getrennt sind.

 

  • Dokumente erhalten bei Ersterstellung mit Vorlage zur eigenständigen QS oder, wenn diese nicht erforderlich ist, mit dem Wechsel in den Produktzustand „fertig gestellt“ die Version 1.0

 

  • Die Versionsnummer ändert sich, wenn ein Dokument in Bearbeitung genom¬men wird (der Produktzustand wechselt nach „in Bearbeitung“)

 

  • Ist beim Wechsel in den Produktzustand „in Bearbeitung“ der vorherige Zustand „fertig gestellt“, dann wird die Vorpunktstelle der Versionsnummer fortlaufend erhöht (z.B. 2.0), die Nachpunktstelle wird auf Null gesetzt, weitere Stellen fallen weg.

 

  • Ist beim Wechsel in den Produktzustand „in Bearbeitung“ der vorherige Zustand „vorgelegt“, dann wird die Nachpunktstelle der Versionsnummer fortlaufend erhöht (z.B. 1.2), die nachfolgenden Stellen fallen weg.

Prüfverzeichnis

Um die Prüfungen des Dokuments in verschiedenen Versionen nachvollziehbar zu machen, ist es wichtig, im Dokument auch ein Prüfverzeichnis gewissenhaft zu pflegen. Dies bedeutet, für jede Prüfung, ist ein entsprechender Eintrag anzulegen – gleichgültig ob es sich um eine Eigenprüfung oder um eine Prüfung durch eine eigenständige Qualitätssicherung handelt. In die Spalte „Anmerkungen“ sollte die verwendete Prüfmethode eingetragen werden. In der Spalte „Zustand“ ist der Produktzustand, der sich nach der Prüfung ergibt, einzutragen.

Verteiler

Hier sind zwingend alle Personen einzutragen, die das Dokument prüfen sollen. Der Personenkreis ist bei Bedarf zu erweitern.

Änderungsverzeichnis

Um die Erstellung des Dokuments nachvollziehbar zu machen, ist es wichtig, im Dokument ein Änderungsverzeichnis gewissenhaft zu pflegen.

Inhaltsverzeichnis

Jedes Dokument sollte zur besseren Übersicht ein Inhaltsverzeichnis haben, welches die aktuellen Seitenzahlen der Kapitel anzeigt.

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Über mich
Portrait Stefan Bregenzer

Hallo,

ich heiße Stefan Bregenzer. Ich beschäftige mich mit BPMN, ISTQB, Qualitätssicherung, V-Modell XT und IT- Sicherheit. In meiner Freizeit erweitere ich meine Fähigkeiten in PHP, Javascript, jQuery, Drupal, Python, Linux auf Kommandozeile, Rasperry Pi, Kryptographie und IT-Sicherheits-Software.

Viel Vergnügen beim lesen auf meinem Weblog!

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